5 Tipps für politische Kommunikation auf Social Media

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Was haben wir aus dem Wahljahr 2015 auf Social Media gelernt?
Hier ein paar Erkenntnisse meinerseits:

1. Lösen Sie sich von Gatekeepern
Sprechen Sie Ihre Zielgruppe direkt an. Social Media wird in der Politik oft eingesetzt als Mittel, um in die klassischen Medien zu kommen – mit einem „lustigen“ Video oder einem pointierten Tweet. Dies kann funktionieren, aber wie oft klappt das wirklich? Nutzen Sie stattdessen Social Media als direkten Kanal, um mit Ihrer Zielgruppe zu kommunizieren und einen Dialog zu führen. Hier gibt es keine Gatekeeper – profitieren Sie davon!

2. Vergessen Sie „gratis“
Nehmen Sie Budget in die Hand. Hoffen Sie nicht nur auf organische Reichweite oder virale Verbreitung Ihrer Inhalte. Planen Sie einen Teil des Kampagnenbudgets für gesponserte Platzierungen auf Facebook, Twitter, Instagram etc. ein. So werden Ihre Inhalte gesehen, und Sie erzielen eine signifikante Kommunikationswirkung. Positiver Nebeneffekt: bei eingekaufter Reichweite steigt meist auch die organische Reichweite Ihrer Inhalte.

3. Holen Sie Unentschlossene ab
Nutzen Sie das meinungsbildende Potential von Social Media: Inhalte zu gesellschaftlichen und politischen Fragen finden über Sharing den Weg zu ähnlich gesinnten Personen. Neue Informationen und wiederkehrende Gedankenanstösse können so zu einer Meinungsbildung führen. In meinem Newsfeed zum Beispiel sehe ich laufend Inhalte zu Themen wie Ernährung oder Schulsysteme – warum nicht auch zu Ihren politischen Themen?

4. Fangen Sie gestern an
Es braucht Zeit, um Meinungsumschwünge oder Umdenken zu bewirken. Starten Sie deshalb frühzeitig mit niederschwelligem Content rund um Ihr Thema. Säen Sie Inhalte, um später zu ernten. Planen Sie mehrere Phasen ein – wann holen Sie die Unentschlossenen ab, wann aktivieren Sie die Meinungsmacher etc.?

5. Eine Parole ist noch kein Content
Parolen sind sinnvoll auf Plakaten. Social Media aber bietet ungleich mehr Möglichkeiten, Ihre Botschaften und Informationen zu vermitteln. Natürlich ist auch ein Post oder ein Tweet kurz, aber mit einem Klick weiter haben Sie Platz, um Beweggründe, Hintergrundinfos, Vorgeschichte, Auswirkungen, Beispiele, Meinungen, Testimonials etc. zu kommunizieren. Und denken Sie neben dem üblichen Text & Bild auch an andere Formate: Videos, Kurzvideos, Infographics, Whitepapers, Webinars, Slideshows, Ebooks, interaktiver Content etc. – schöpfen Sie auch formal aus dem Vollen.

Auf einen guten Jahrgang 2016!